Die Veranstalter und Besucher*innen mussten zu Beginn noch einige Stühle mehr in den Raum Franziskus stellen, damit alle einen Platz fanden. So war die Veranstaltung sehr gut besucht und übertraf die Erwartungen der Veranstalter bei weitem. Sr. Dorothea-Maria aus dem Klösterchen, Christel Unger, Diakon Andreas Webel von der Pfarrei und Christoph Eiffler vom MGH Johanneshaus hatten die Veranstaltung vorbereitet.

Sr. Dorothea-Maria gab eine kurze Einführung in das Leben und die Person des Heiligen Franz von Assisi und ging auf die Kreuzfahrtreise des Heiligen im Jahr 1219 ein. Sie führte ihn nach Kairo, wo er den Sultan El Kamil traf. Der Islamwissenschaftler Diaa Eldin Hassanain aus Osnabrück erzählte, dass auch die islamischen Quellen die Begegnung der beiden bestätigte. Beide müssen sich mich sehr hohen Respekt und Hochachtung begegnet sein. Diaa Eldin Hassanain benannte Brücken, über Moslems und katholische Christen gehen können. Er verwies auf das Dokument des zweiten Vatikanischen Konzils „Nostra aetate (lat. für „in unserer Zeit“). Abschnitt 3 beginnt mit einem Ausdruck der Hochachtung gegenüber den Muslimen, die auch Gott anbeteten, der zu den Menschen gesprochen habe. Weihbischof Gebert verwies darauf, dass gerade dieses Dokument für einige katholischen Gruppen der Grund ist, die Gültigkeit des Konzils anzuzweifeln.

Als Brücke für die Moslems verwies Diaa Eldin Hassanain auf die Sure 60, Vers 8 und 9 und Sure 5, Vers 5. In Sure 60, Vers 8 und 9 heißt es: „Gott verbietet euch nicht, gegen diejenigen, die euch des Glaubens wegen nicht bekämpft und euch aus euren Häusern nicht vertrieben haben, gütig und gerecht zu sein. Gott liebt die Gerechten. Er verbietet euch nur, euch mit denjenigen zu verbünden, die euch des Glaubens wegen bekämpft, euch aus euren Häusern vertrieben und anderen bei eurer Vertreibung Beistand geleistet haben. Das sind die Ungerechten.“